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16.04.2019

Hinweise für Osterfeuer

Die UNB gibt einige wichtige Naturschutz-Tipps, damit das Brauchtumsfeuer nicht zur tödlichen Falle für Tiere wird. Verantwortlich dafür, dass die natur- und artenschutzrechtlichen Vorschriften eingehalten werden, ist der Veranstalter des Osterfeuers.

  • Die Feuerstelle sollte erst kurzfristig vor dem Anzünden aufgeschichtet werden, damit Tiere diese nicht als Unterschlupf, Brut- oder Nistplatz nutzen können. Frühzeitig aufgeschichtete Baum- und Strauchschnitte sind ein bis zwei Tage vor dem Abbrennen zu verlagern oder umzuschichten. So können Sie sicher gehen, dass die Tiere flüchten können und nicht in die Gefahr kommen, verbrannt zu werden.
  • Haben sich in den frühzeitig aufgeschichteten Holz- und Reisighaufen bereits Wildtiere eingenistet oder die Brut begonnen, ist ein Abbrennen aus artenschutzrechtlichen Gründen nicht mehr zulässig und stellt eine Ordnungswidrigkeit oder bei Betroffenheit bestimmter Arten sogar eine Straftat dar.
  • Feuerstellen dürfen nicht in gesetzlich geschützten Biotopen nach § 20 des Naturschutzausführungsgesetzes M-V (z.B. Moore, Sölle, naturnahe Bachabschnitte und Röhrichtbestände) und in Naturschutzgebieten entzündet werden.
  • Es darf nur Holz, Baum- und Strauchschnitt verbrannt werden, das trocken und unbehandelt ist. Das Verbrennen von Abfällen jeglicher Art (z.B. Papier, beschichtetes oder behandeltes Holz, Bauabfall, Kunststoffe, Plastik und Reifen) ist verboten. Das Feuer darf nicht mit Flüssigbrennstoffen (z.B. Benzin, Heizöl, Altöl) und anderen Brennstoffen (z.B. Altreifen) entzündet und/oder unterhalten werden.

Gemäß § 39 Abs. 1 Ziffer 1-3 BNatSchG ist es verboten:

  1. wild lebende Tiere mutwillig zu beunruhigen oder ohne vernünftigen Grund zu fangen, zu verletzen oder zu töten,
  2. wild lebende Pflanzen ohne vernünftigen Grund von ihrem Standort zu entnehmen oder zu nutzen oder ihre Bestände niederzuschlagen oder auf sonstige Weise zu verwüsten,
  3. Lebensstätten wild lebender Tiere und Pflanzen ohne vernünftigen Grund zu beeinträchtigen oder zu zerstören.

 

Gemäß § 44 Abs. 1 Ziffer 1-4 BNatSchG ist es verboten:

  1. „wild lebenden Tieren der besonders geschützten Arten nachzustellen, sie zu fangen, zu verletzen oder zu töten oder ihre Entwicklungsformen aus der Natur zu entnehmen, zu beschädigen oder zu zerstören,
  2. wild lebende Tiere der streng geschützten Arten und der europäischen Vogelarten während der Fortpflanzungs-, Aufzucht-, Mauser-, Überwinterungs- und Wanderungszeiten erheblich zu stören; eine erhebliche Störung liegt vor, wenn sich durch die Störung der Erhaltungszustand der lokalen Population einer Art verschlechtert,
  3. Fortpflanzungs- oder Ruhestätten der wild lebenden Tiere der besonders geschützten Arten aus der Natur zu entnehmen, zu beschädigen oder zu zerstören,
  4. wild lebende Pflanzen der besonders geschützten Arten oder ihre Entwicklungsformen aus der Natur zu entnehmen, sie oder ihre Standorte zu beschädigen oder zu zerstören“